Die Entscheidung für eine eigene PV-Anlage steht für viele Unternehmer:innen und Landwirt:innen längst nicht mehr zur Debatte – die Frage ist nur noch: Dachanlage oder Freifläche? Eigenverbrauch oder Einspeisung?
Die gute Nachricht: Es gibt nicht die eine richtige Lösung – sondern zwei Wege zur eigenen PV-Anlage. Und das Beste: Mit dem Investitionsabzugsbetrag, kurz IAB, können Sie die geplanten Anschaffungskosten vorab steuerlich geltend machen – noch bevor Sie Module oder Technik kaufen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie den IAB für die passende PV-Anlage nutzen – und dabei Stromertrag und individuelle Unternehmensziele optimal aufeinander abstimmen.
PV-Anlage kaufen: Zwei Wege – ein Ziel
Egal ob Sie eigene Dachflächen nutzen oder eine eigene Teilanlage in einem Solarpark kaufen möchten – beide Varianten eröffnen Möglichkeiten. Die Wahl hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:
Eigenverbrauch oder Einspeisung?
Flächenverfügbarkeit und Anlagengröße?
Variante 1: Dachanlage – effizient, direkt, kontrollierbar
Dachanlagen eignen sich perfekt für Unternehmen mit eigener Immobilie, Lagerhalle, Stallung oder Werkstatt. Das Ziel: den Strom selbst erzeugen, teilweise selbst verbrauchen und den Rest einspeisen.
Vorteile einer Dachanlage:
Nutzung bestehender Infrastruktur ohne Flächenversiegelung
Eigenverbrauch spart Stromkosten
Planbare Wartung durch einfachen Zugang
Kombinierbar mit Dachsanierung (z. B. neue Trapezbleche oder Isolierung)
Mit dem IAB können Sie bereits vor der Anschaffung Ihrer PV-Anlage bis zu 50 % der geplanten Kosten von der Steuer absetzen.
Praxisbeispiel:
Ein Unternehmen plant eine 80 kWp-Anlage für 120.000 € auf dem Hallendach. Mit dem IAB werden 60.000 € im Jahr 2025 als Betriebsausgabe geltend gemacht. Bei einem Steuersatz von 30 % ergibt sich eine rechnerische Steuerwirkung von 18.000 €.
Entscheidungshilfe: Was passt besser?
| Kriterium | Dachanlage |
|---|---|
| IAB möglich | ✔ Ideal bei Eigenbetrieb |
| Eigenverbrauch | ✔ Ja |
| Skalierung | ✘ begrenzt |
| Kontrolle / Wartung | ✔ direkt |
| Nutzung des Stromertrags | ✔ Eigenverbrauch und Einspeisung |
Die Entscheidung hängt also stark von Ihren Zielen ab: Möchten Sie Ihre Energiekosten senken und Ihr Firmengebäude aufwerten? Oder möchten Sie den Strom vor allem ins Netz einspeisen und dafür die Einspeisevergütung erhalten?
Vorsicht: Ohne Planung droht die IAB Auflösung
Der Investitionsabzugsbetrag bietet viele Chancen – birgt aber auch Risiken, wenn die Anschaffung nicht fristgerecht erfolgt. Die sogenannte auflösung iab hat folgende Konsequenzen:
Die steuerliche Wirkung muss nachversteuert werden
Zinszahlungen an das Finanzamt sind möglich
Der Verwaltungsaufwand in der Buchhaltung steigt
Deshalb ist es essenziell, den Anschaffungszeitpunkt realistisch zu planen – und am besten mit einem erfahrenen Umsetzungspartner wie Smart Solar zusammenzuarbeiten.
Voraussetzungen für den IAB – Das müssen Sie wissen
Damit Sie den Investitionsabzugsbetrag nutzen können, müssen Sie bestimmte iab voraussetzungen erfüllen:
Ihr Betrieb hat weniger als 200.000 € Gewinn pro Jahr
Die Anschaffung ist betrieblich veranlasst (kein Privatkauf)
Die Anschaffung erfolgt innerhalb von 3 Jahren nach IAB-Antrag
Sie führen eine EÜR oder Bilanz
Fazit: Dach oder Park?
Egal ob Sie auf Ihrem eigenen Dach Strom erzeugen oder eine Teilanlage in einem Freiflächenprojekt kaufen: Entscheidend ist, welche Lösung zu Ihrem Betrieb passt.
Die Dachanlage bietet Vorteile für Eigenverbraucher:innen und kleine Gewerbebetriebe.
In beiden Fällen gilt: Wer gut plant, vermeidet die Gefahr einer IAB-Auflösung.
Mit Smart Solar haben Sie einen Partner, der Sie technisch begleitet – vom Projektstart bis zur Umsetzung.